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Donnerstag, 21. März 2013

[Rezension] Arkadien erwacht




Titel: Arkadien erwacht
Autor: Kai Meyer
Verlag: Carlsen
Originaltitel: Arkadien erwacht
Buchreihe: Arkadien-Reihe, Band 1
ISBN: 978-3-646-92089-5
Veröffentlicht: November 2009






Der erste Satz:
Es knurrte hinten in der Kehle, senkte seinen Kopf, ließ sich aufdie Vorderpfoten nieder, fauchte, zeigte mir seine rote Kehle, seine gelben Zähne.

Inhalt:
Rosa wächst in Brooklyn, zusammen mit ihrer Schwester, in der Obhut ihrer Mutter auf. Ihre Wurzeln finden sich jedoch ganz woanders, denn sie gehört einer der einflussreichsten Familien der Cosa Nostra an. Nun kehrt sie nach Sizilien zurück. Vom schicksal gezeichnet, wendet sich Rosa einer welt voller Rivalität, Feindschaft, Gewalt, Verrat und Geheimnissen, für die auch vor Mord nicht zurückgeschreckt wird, zu.
Wäre dies nicht schon genug, tritt auch noch der junge Alessandro in ihr Leben. Ihm, der als Carnevare zu den erbittertsten Feinden ihrer Familie gehört, darf oder viel mehr soll sie nicht vertrauen. Doch wem kann sie überhaupt noch vertrauen, wärend sie immer weiter in die geheime Welt der Cosa Nostra vordringt und beginnt sich zu verändern?

Cover:
das Cover ist einfach nur super. Ich liebe gemalte Cover und noch dazu Wildkatzen, da kann ich also wirklich nicht meckern. Aber kommen wir zum eigentlichen Punkt. Die Szenerie des Panters und der Schlange im Morgengrauen, weisen nicht nur auf den essenziellsten Aspekt dieser Reihe hin, sondern künden vom Auftakt einer fesselnden Trilogie. Daher ist es nur verständlich, dass die Farben düster oder sagen wir besser diesig gewählt wurden. Passt ja auch gut zum düsteren Mitje der Mafia.

Meine Meinung:
Fangen wir mal mit ein wenig subjektiver Kritik an. Rosa als Person mochte ich zu Beginn mal sowas von überhaupt nicht. Ich dachte nur, oh mein Gott was für ein Problemkind, das kann ja heiter werden. Klauen und dann auch noch einfach aus Spaß, wie es schien, ging gar nicht. Ihr ganzes Auftreten machte sie mir unsympathisch. Aber hey, das ist auch eine Kunst. Es war ja nicht so, dass sie nicht authentisch rüberkam. Dennoch fiel mir der Einstieg in das Buch, vermutlich aus dem oben genanntem Grund, sehr schwer. Es zog sich irgendwie sehr schleppend. Aber ich hab mich durchgebissen und eines Besseren belehren lassen. Je mehr über Rosas Vergangenheit ans Licht kommt, um so mehr ist ihr Verhalten und Charakter zu verstehen. Im Grunde lernt man sie, genau wie Alessandro, erst Schritt für Schritt kennen und lieben. Ihr ganzes Verhalten scheint schließlich ein Statement im Kampf um Selbstbestimmung aber auch Zuneigung. Sie hat ihren Platz eben noch nicht gefunden.
uf Alessandro trifft dies in gewisser Weise auch zu. Er ist ehrgeizig und ich habe keine Zweifel daran, dass er um jeden Preis Capo werden will bzw. wollte. Nur hat er da die Rechnung wohl ohne Rosa gemacht. Oder ist seine Zuneigung doch nur reine Berechnung? Man weiß es nicht so genau. Das ganze Buch hindurch ist es ein Hin und Her, ob er nun wirklich vertrauenswürdig ist oder ein falsches Spiel spielt. Um ehrlich zu sein, ich glaube er ist sich selbst nicht sicher was er wirklich am meisten begehrt. Fakt ist jedoch, er empfindet etwas für Rosa. Da fühlt man sich unweigerlich auch an Romeo & Julia erinnert.
Neben den detaillierten Charakteren kommt auch die szenerie nicht zu kurz. Die Landschaft Siziliens spiegelt sich eindringlich intensiv vor dem inneren Auge wieder, sie ist beinahe greifbar beschrieben.
Das Szenario ist auch sehr gut ausgearbeitet. immer wieder aufs Neue stellt sich die Frage, wer denn nun auf welcher seite steht. gerade dieses "Durcheinander" macht für mich auch den Charakter der Mafia aus. Verschwörung, Verrat, immer auf den eigenen Vorteil aus und vor allem die eigene Machtposition aufrecht zu erhalten, zu festigen oder wenn möglich natürlich auszubauen. Die Authetizität der Handlung in Verbindung mit dem Phantastischen, macht den Charm dieser Geschichte aus.
Auch die Spannung kommt nicht zu kurz. Kunststück. Geht ja, wie nun auch der letzte mitbekommen haben dürfte, um Mafia-Clans und deren dunkelste Geheimnisse. Dementsprechend erscheinen einige Passagen wirklich, als seien sie einem überzogenem Actionfilm entsprungen. Das Themengebiet lässt vermutlich nicht viel Spielraum, aber für meinen Geschmack ist es manchmal zu blutrünstig. Ok, der animalische Aspekt kommt hierdurch natürlich wunderbar rüber aber manchmal ist für mich weniger eben mehr.
Empfehlenswert ist "Arkadien erwacht" allemal. Für jeden, der Realität mit Phantasie kombiniert gerne mag, sogar ein Muss. Ich jedenfalls freue mich, auch wenn ich diesmal nicht die volle Punktzahl vergeben, auf Band zwei und bin gespannt, was Kai Meyer noch für uns bereit hält.

Bewertung:
4 von 5 Punkten

Buchtrailer:

Der Autor:
Kai Meyer, geboren 1969, studierte Film- und Theaterwissenschaften und arbeitete als Journalist, bevor er sich ganz auf das Schreiben von Büchern verlegte. er hat inzwischen über fünfzig Titel veröffentlicht, darunter zahlreiche Bestseller, und gilt als einer der wichtigsten Phantastik-Autoren Deutschlands. Seine Werke erscheinen auch als Film-, Comic- und Hörspieladaptionen und wurden in siebenundzwanzig Sprachen übersetzt.

Quelle: http:// www.carlsen. de/urheber/Kai-meyer/17346

Kommentare:

  1. "Arkadien erwacht" hat mir wirklich gut gefallen :D Der Schreibstil von Kai Meyer ist echt toll und auch wenn man Rosa am Anfang erst besser kennen lernen muss, sind die Charaktere auch klasse ;) Auf den zweiten Teil kannst du dich schon mal freuen^^ Wobei de bestimmt nicht weniger actionreich ist :P

    LG Filo

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    1. Gut zu wissen, da bin ich gleich noch mehr gespannt. Hab ich irgendwie schon vermutet, dass es nicht langweiliger werden wird ^^
      Kai Meyer schreibt wirklich einmalig! :D Falls du die Reihe noch nicht kennst, solltest du mal die wellenläufer Reihe lesen.

      Jetzt muss ich nur herausfinden, warum meine rezension kommplet auf der Startseite angezeigt wird und noch dazu ohne Überschrift. Hatte ich ja schonmal, aber bisher leider nicht herausgefunden woran das liegt.

      Liebe Grüße
      Scatty

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